WANDERUNG DURCHS SCHLAUBETAL

Sie ist die einzige Mühle im Naturpark Schlaubetal mit alter Mühlentechnik – die Ragower Mühle. Bereits im 12. Jahrhundert gab es hier eine Wassermühle. Der heutige zweistöckige Mühlenbau jedoch stammt aus der Zeit um 1810. Spannend ist eine Führung durch das technische Denkmal. Es gibt aber noch einen guten Grund für eine Wanderung zur Mühle: Sie beherbergt eine Ausflugsgaststätte. Frisch gestärkt geht es dann weiter nach Müllrose.

Vom Bahnhof Mixdorf sind es gut drei Kilometer zur Ragower Mühle. Der Weg führt durch den Ort bis zum ausgeschilderten Abzweig linker Hand und dann weiter entlang von Feldern und durch ein Waldgebiet. Einst wurde die Ragower Mühle am Fluss Schlaube als Getreidemühle erbaut und später bis zur Stilllegung 1968 als Säge- und Ölmühle genutzt. Wer mehr über die Geschichte, die Arbeit des Müllers und die historische Technik erfahren möchte, sollte sich zuvor beim Ehepaar Börner zu einer Mühlenführung anmelden. Anschließend lockt die bodenständige Küche zur gemütlichen Rast. Der Hof hat aber noch mehr zu bieten: Hier leben Wildschweine und Esel, Kaninchen und Hamster, Hühner und Gänse. Und gegenüber können sich die Gäste im Baumstamm-Labyrinth ihren Weg suchen.

Auf dem Schlaubetal-Wanderweg
Von der Ragower Mühle geht es auf dem mit einem dicken blauen S ausgeschilderten und vom „Wanderbares Deutschland“ zertifizierten Schlaubetal-Wanderweg durch den Naturpark nach Müllrose. Auf diesem sechs Kilometer langen Abschnitt lassen sich der streng geschützte Hirschkäfer, der flinke Eisvogel und der scheue Biber beobachten – ein bisschen Glück muss man allerdings schon haben. Authentisch, ja fast verwunschen zeigt sich die Natur entlang der Schlaube. Der Fluss windet sich durch Felder und Wald, bis er in den Südzipfel des Großen Müllroser Sees fließt. Wir folgen dem Wanderweg rechts um den See und passieren das Seeschlösschen, ein einstiges Ausflugsrestaurant.
Im Großen Müllroser See liegt die Insel Fischerwerdel, um die sich eine Sage rankt. Es heißt, ein Riese lief vom sumpfigen Westufer über den See, um am Ostufer schönen weißen Sand zu holen. Auf dem Rückweg aber stolperte der Riese. Sack und Sand landeten im Wasser und so entstand die Insel.

Stippvisite in Müllrose
Immer am Ufer entlang kommt der Campingplatz Müllrose in Sicht, dann das Freibad. Ein Sprung ins kühle Nass ist genau das Richtige nach der Tour im Sommer. Nur wenige Schritte sind es vom Bad zur Seeallee, von der rechts die Straße zum Bahnhof abzweigt. Sie führt am Katharinensee mit dem gastlichen „Haus Katharinensee“ entlang, das eine letzte Stärkung bietet, bevor der Zug fährt.
Allerdings haben wir nun sehr wenig von Müllrose gesehen. Wer also noch Zeit hat und gut zu Fuß ist, kann der Seeallee bis zur nördlichen Spitze des Großen Müllroser Sees folgen. Hier sprudelt, umrahmt von Kunstobjekten, die Wasserfontäne. Hier lädt die Seepromenade mit ihren schmiedeeisernen Bänken zum „Wassergucken“ ein. Der historische Marktplatz, die evangelische Pfarrkirche und das Haus des Gastes mit dem Heimatmuseum lohnen sich ebenfalls für eine Stippvisite.


 

Schlaubetal-Information im Rathaus

Markt 5, 15299 Müllrose
Tel. 033606 7729-0
www.schlaubetal-tourismus.de
Mo – Fr 10 – 16 Uhr
Sa/So, Feiertag 10 – 14 Uhr

Ragower Mühle

15890 Schernsdorf
Tel. 033655 721
www.ragowermuehle.de
April – Okt.: Mi – So 10 – 18 Uhr
Nov. – März: Sa/So 10 – 18 Uhr und nach Voranmeldung

Der Ausflugstipp auf dieser Seite stammt aus unserer Broschüre "WunderSchöne Aussichten".

Diese und weitere Broschüren und Tipps finden Sie auf unserer Ausflugsseite.