VON BAD SAAROW IN DIE DUBROWER BERGE

Bad Saarow mit seiner wunderbaren Uferpromenade am Scharmützelsee und der SaarowTherme mag schon häufig Ausflugsziel gewesen sein. Wie wäre es diesmal mit einer Wanderung in die entgegengesetzte Richtung, in die Dubrower Berge? Gegenüber einem beschaulichen Parkspaziergang ist das ein reines Kontrastprogramm. Denn hier glaubt man sich in einem Mittelgebirge.

Bereits der Gang durch die Golmer Straße zum östlichen Ortsausgang zeigt, dass Bad Saarow nicht nur aus respektgebietenden Villen besteht, sondern auch aus ganz normalen Reihen- und Bungalowhäusern. Ein gut ausgebauter Fahrradweg führt nach Neu Golm. Schon von Weitem grüßt die Dorfkirche, die über den Dächer des Dorfes thront. Das hiesige „Landhaus“ lockt vor allem Besucher, die Ruhe und Erholung suchen. Das Restaurant (sonntags geschlossen) bietet eine erste Gelegenheit zur Rast. Am Ortsausgang von Neu Golm zweigt ein unbefestigter Weg nach links in Richtung bewaldeter Hügel ab. Am Fuße der Erhebung führt ein leichter Anstieg nach oben. Er erinnert ein wenig an Serpentinen. Mal gibt es einen Knick nach links, dann wieder nach rechts und so erreicht man mühelos, aber eben nicht auf dem kürzesten Weg den Bergrücken. Teile des Weges sind mit einem grünen Balken gekennzeichnet.
Oben angekommen überrascht die unerwartete Aussicht. Jetzt lassen sich die kleinen Berghänge erkennen, die wie Schluchten wirken. Durch die Bäume sind die Dächer von Neu Golm zu erkennen. Vorbeifahrende Autos wirken wie Spielzeuge, und in der Ferne hört man einen Hund bellen. Sogar der Scharmützelsee zeigt sich schemenhaft am Horizont. Wer hätte damit gerechnet, dass diese kleine, unscheinbare Erhebung derartige Blicke gewährt? Hier kann man die Einsamkeit genießen, die frische Luft spüren und tief durchatmen. Ein herrlicher Buchenwald bestimmt den Berg. Dann endlich, nach knapp 2,5 Stunden, ist die Osterquelle erreicht. Ein gusseiserner Drachenkopf gibt das Wasser frei. Es fließt, flankiert von Feldsteinen, zu einem Teich und wird dort aufgestaut. Sogar ein paar Goldfische haben hier ein Zuhause gefunden. Auf einem großen Findling erinnert eine Gedenktafel an den Naturfreund Manfred Brosinsky.
Als Rückweg bietet sich erneut der Hinweg an. Manche der Aussichten sind so schön, dass man sie auch zweimal genießen kann. Oder aber man folgt einem längeren Weg um den Berg zurück nach Neu Golm.


 

Das Osterwasser

Einem alten Volksbrauch nach heißt das Wasser dann „Osterwasser“, wenn es in der Osternacht oder am Ostermorgen, noch vor Aufgang der Sonne, aus der Quelle geschöpft wird. Es soll besonders lange frisch bleiben und feine Haut geben. Das Wasser wurde von jungen, unverheirateten Frauen geschöpft. Der Weg zum Fluss musste stumm und unbeobachtet zurückgelegt werden, da sonst das Wasser seine Wirkung verliert. Früher wurde sogar das Vieh am Ostermorgen in die Bäche getrieben, damit es von Krankheiten verschont blieb.


 


Tourist-Information Bad Saarow im historischen Bahnhof

Bahnhofsplatz 4, 15526 Bad Saarow
Tel. 033631 438380
www.scharmuetzelsee.de
April – Okt.: Mo – Fr 9 – 18 Uhr, Sa/So/Feiertage 9 – 16 Uhr
Nov. – März: Mo – Fr 9 – 16 Uhr, Sa/So/Feiertage 10 – 15 Uhr

 

Der Ausflugstipp auf dieser Seite stammt aus unserer Broschüre "WunderSchöne Aussichten".

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