GEORGES BRASSENS IN BASDORF

Eine kleine Metalltafel am alten Bahnhofsgebäude von Basdorf erinnert an einen Franzosen, dessen Lieder in Deutschland von Hannes Wader, Franz Josef Degenhardt und Wolf Biermann nachgesungen wurden. 

Die dunkle, eindringliche Stimme hebt jedes einzelne Wort hinaus, direkt in die Ohren der Zuhörer. Georges Brassens (1921 – 1981) konnte sein Publikum elektrisieren. 
In Basdorf verbrachte Brassens vom Frühjahr 1943 bis 1944 die wohl schwerste Zeit seines Lebens: als Zwangsarbeiter in den Brandenburger Flugmotorenwerken. In diesem Jahr schrieb er mehr als 30 Chansons und begründete damit seinen Ruf als wichtigster Chansonnier der Nachkriegszeit. Seine Musikalität lässt sich am ehesten vergleichen mit Django Reinhardt, seine Wortakrobatik mit Jürgen von der Lippe, sein hintergründiger Humor mit Georg Kreisler und sein politisches Engagement mit Konstantin Wecker. Aber eigentlich ist er nicht vergleichbar. 
Seit 2003 gibt es in Basdorf einen Georges-Brassens-Platz. Aus Anlass der Namensgebung waren ehemalige Zwangsarbeiter sowie Chansonniers angereist. Aus dieser Hommage an den Künstler wurde ein Chanson-Festival, das einmal im Jahr Anfang September stattfindet. 
Ein Verein holt namhafte Künstler aus der aktuellen Chanson-Szene nach Basdorf und hält die Erinnerung an Brassens und sein musikalisches Erbe lebendig.


 

Georges Brassens (1921–1981)

Neben Jacques Brel und Charles Aznavour gehörte er zu den bekanntesten französischen Chansonniers der 1950er bis 1970er Jahre. Das waren die Jahre, als die poetischen Lieder aus Frankreich rund um die Welt gingen. Brassens wurde nur 60 Jahre alt, sein Ruhm in Frankreich ist allerdings unsterblich. Ein Park in Paris trägt seinen Namen, und in seinem Geburtsort Sète erinnert ein Museum an ihn.


 

 


Brassens-Festival

Brassens in Basdorf e.V. 
Am Drosselschlag 21, Postfach 1107,
16349 Wandlitz OT Basdorf
Tel. 033397 70039 
www.brassens-in-basdorf.info  
www.festival-brassens.info

 

 

Der Ausflugstipp auf dieser Seite stammt aus unserer Broschüre "Schöne Aussichten".

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