Schloss und Schlosspark Oranienburg

Das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg und der wieder erblühte angrenzende Schlosspark laden zum Entdecken, Erleben und Entspannen im Zentrum der Stadt Oranienburg ein.

Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ das Schloss im Jahr 1652 für seine Gemahlin errichten, die niederländische Prinzessin Louise Henriette von Oranien. Das Schloss erhielt ihr zu Ehren den Namen Oranienburg – ebenso wie die Stadt selbst, die zuvor Bothzowe hieß.

Der Sohn von Louise Henriette, der spätere erste Preußenkönig Friedrich I., war ein prachtliebender Monarch, und so ließ er in Oranienburg eine der bedeutendsten barocken Schloss­ und Gartenanlagen der Mark Brandenburg gestalten. Über die Jahrhunderte erlebte das Schloss eine wechselvolle Geschichte, diente als chemische Fabrik, Lehrerseminar, Polizeischule und als Kaserne für die Grenztruppen der DDR.

Heute sind dort unter anderem zwei Museen untergebracht: das Kreismuseum Oberhavel zeigt Ausstellungen zur Regionalgeschichte sowie Objekte zur Kunst­ und Kulturgeschichte aus sechs Jahrhunderten. Das Schlossmuseum der Stiftung preußische Schlösser und Gärten Berlin­Brandenburg beherbergt eine einzigartige Silber- sowie eine Porzellankammer und Kunstwerke niederländischer Künstler des 17. Jahrhunderts.

Zu jener Zeit prägte die enge Beziehung zu den außerordentlich fortschrittlichen Niederlanden die Entwicklung der zuvor durch den 30­jährigen Krieg völlig verwüsteten Mark Brandenburg ganz entscheidend. Deren Geschichte lässt sich unter anderem an zwei großen Wandteppichserien nachvollziehen, auf denen die Ruhmestaten des großen Kurfürsten und barocke Feste abgebildet sind. Die Beziehung zu den Oraniern wirkt vielerorts in Brandenburg bis heute nach und wird in Oranienburg stets am letzten Sonntag im April groß gefeiert: mit dem Orangefest rund um Schloss und Schlosspark.

Letzterer ist heute ein beliebter Freizeitpark, der dazu einlädt, mit der ganzen Familie einen entspannten Tag im grünen zu verbringen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schlossparkanlagen dürfen die Grünflächen hier betreten und bespielt werden. Kinder können in der Spiellandschaft samt Wasserspielplatz, Kletterfelsen und Hüpfkissen ausgelassen toben, spielen, hopsen, klettern, matschen und planschen, während es sich die Eltern auf den umliegenden Wiesen in Liegestühlen bequem machen und alles im Blick behalten.

Selbst aktiv werden können die Großen zudem bei Boule, Minigolf oder auch beim Balancieren auf den Slacklines, die sich in unmittelbarer Nähe zum Spielbereich befinden. Dieser wird Jahr für Jahr behutsam um neue kleine und größere Attraktionen erweitert – 2018 um einen acht Meter großen, Wasser speienden Wal.

Abseits des Trubels gibt es in Oranienburgs größtem Garten noch einiges mehr zu entdecken. Im grünen Klassenzimmer mit den „Oranienburger Schlossbienen“ lässt sich die Natur hautnah begreifen. In lauschigen Gartenzimmern warten Überraschungen wie ein überdimensionales Bett, ein Schachfeld oder Fitnessgeräte – umrahmt von bunten Blüten und viel Grün. Und im ausgedehnten historischen Teil des Schlossparks schließlich können Besucher in Ruhe lustwandeln.