Jagdschloss Schorfheide

Seit 1990 wird die Geschichte der Schorfheide im Jagdschloss erzählt. Anfangs noch im Rahmen eines kleinen Museums, ehrenamtlich vom Schorfheide-Museum e.V. betrieben, erfährt das Schloss 2005 durch das Engagement der Gemeinde Schorfheide kräftigen Aufwind. Gemeinsam mit dem Museumsverein werden die Weichen gestellt für eine Ausstellung, die 2009 eröffnet wird und sich heute internationaler Bekanntheit erfreuen darf: die Ausstellung „Jagd und Macht“. Der Zusammenhang zwischen den Mächtigen und der Schorfheide und die Nutzung der Region als Repräsentationsort, sei es unter Königen und Kaisern oder später unter Göring und Honecker haben die Region geprägt.

Heute ist das Schloss der zentrale Repräsentationsort für die Geschichte der Schorfheide, und erfährt von den ca. 11.500 jährlichen Besuchern viel Lob und Anerkennung. Die Gemeinde Schorfheide, der Museumsvereins und ehrenamtliche Helfer arbeiten täglich daran, die Gebäude für die Öffentlichkeit zu erhalten, und die Ausstellungen weiter zu entwickeln.
Auch die Tourist-Information Groß Schönebeck hat ihren Sitz auf dem Jagdschlossareal.

Seit Oktober 2016 kann man in der Remise des Schlosses auf drei Leinwänden den begleitenden Film zur Ausstellung sehen, der speziell für das Museum hergestellt wurde. Er erzählt in vierzig Minuten die Geschichte der Schorfheide. In jedem Falle ein lohnenswertes Highlight eines Besuches im Jagdschloss.

Frischen Wind brachte der Veranstaltungs- und Museumsmanager Peter Hartmann mit, der sich seit Mai 2017 hauptamtlich um die kulturelle Entwicklung des Jagdschlossareals kümmert. Der Historiker lernte Groß Schönebeck bereits vorher im Rahmen von geschichtlichen Grabungen kennen. Derzeit entwickelt er ein museumspädagogisches Konzept, das vor allem SchülerInnen ansprechen soll, sich hier vor Ort mit der bewegten Geschichte der Schorfheide auseinanderzusetzen. „Wir wollen dabei gar keinen spezifischen Zeitraum abgrenzen“ sagt Peter Hartmann, „Die Besiedlungsgeschichte der Schorfheide geht weit zurück, nachweislich bis in die Bronzezeit, aber auch steinzeitliche Funde wurden gemacht. Insofern sehen wir es als unsere Aufgabe an, im Rahmen des Lehrauftrages eines Museums, hier zu vermitteln, durch Mitmachworkshops, Treffen mit Zeitzeugen oder altersgerechte Rundgänge. Hier lassen wir uns auch gern von den Wünschen der Schulen inspirieren.“

Prächtig präsentiert sich das Logo des Jagdschlosses. Das Wappen des Hauses, das stuckverziert die Decke des Trauzimmers schmückt, wird ab 2018 für den Wiedererkennungswert des Hauses nach außen sorgen. Farbgebung, Wappen, Bezeichnungen – alles findet sich auch in der Architektur und Geschichte des Schlosses wieder.

Das vom Schorfheide-Museum e.V. aufgebaute Archiv befindet sich derzeit in der Vorbereitung zur Digitalisierung. So werden die analogen Bildschätze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dazu gehören z. B. einzigartige Aufnahmen des Tierforschers und -filmers Horst Siewert von Elchen, Schwarzstorch und Schreiadlern aus den 1930er Jahren.

Für einen Besuch des Jagdschlosses mit seinen Ausstellungen sollte man etwa 2 Stunden einplanen. Das kleine Café in der Tourist-Information lädt zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein. Frühlingshafte Temperaturen und die ersten warmen Sonnenstrahlen lassen sich auf der Sonnenterasse im Schlosspark genießen. Ausgewählte regionale Produkte, Souvenirs, Literatur und Kartenmaterial hält die Tourist-Information ebenfalls bereit!

Jagdschloss Schorfheide
Schloßstraße 6
16244 Schorfheide
Telefon: 03 33 93 - 65 272
E-Mail: jagdschloss(at)gemeinde-schorfheide.de
www.jagdschloss-schorfheide.de

Jagdschloss Schorfheide, Foto © Gemeinde Schorfheide
Jagdschloss Schorfheide, Foto © Gemeinde Schorfheide
Trausaal im Jagdschloss Schorfheide, Foto © Jürgen Rocholl
Trausaal im Jagdschloss Schorfheide, Foto © Jürgen Rocholl