Jagdschloss Schorfheide

Von Friedrich Wilhelm I. errichtet, ist das Schloss selbst Teil der Schorfheider Geschichte. Heute beherbergt es die Ausstellung „Jagd und Macht“ – und dient bei Trauungen, Konzerten und Lesungen als prächtige Kulisse.

Seit 1990 wird die Geschichte der Schorfheide im Jagdschloss in Groß Schönebeck (RB27) erzählt. Anfangs noch im Rahmen eines kleinen Museums, ehrenamtlich vom Schorfheide-Museum e. V. betrieben, erfährt das Schloss 2005 durch das Engagement der Gemeinde Schorfheide kräftigen Aufwind. Gemeinsam mit dem Museumsverein werden die Weichen gestellt für eine Ausstellung, die 2009 eröffnet wird und sich heute internationaler Bekanntheit erfreuen darf, die Ausstellung „Jagd und Macht“. Der Zusammenhang zwischen den Mächtigen und der Schorfheide und die Nutzung der Region als Repräsentationsort, sei es unter Königen und Kaisern oder später unter Göring und Honecker, haben die Region geprägt.

Heute ist das Schloss der zentrale Repräsentationsort für die Geschichte der Schorfheide und erfährt von den ca. 11.500 jährlichen Besuchenden viel Lob und Anerkennung. Die Gemeinde Schorfheide, der Museumsverein und Ehrenamtliche arbeiten täglich daran, die Gebäude für die Öffentlichkeit zu erhalten und die Ausstellungen weiterzuentwickeln. Auch die Tourist-Information Groß Schönebeck hat ihren Sitz auf dem Jagdschlossareal. Seit Oktober 2016 wird in der Remise des Schlosses auf drei Leinwänden ein begleitender Film zur Ausstellung gezeigt, der speziell für das Museum hergestellt wurde. Er erzählt in vierzig Minuten die Geschichte der Schorfheide. In jedem Falle ein lohnenswertes Highlight beim Besuch des Jagdschlosses.

Das prächtige Wappen des Hauses, das stuckverziert die Decke des Trauzimmers schmückt, sorgt seit 2018 für den Wiedererkennungswert des Hauses nach außen. Farbgebung, Wappen, Bezeichnungen – alles findet sich auch in der Architektur und Geschichte des Schlosses wieder. Das vom Schorfheide-Museum e. V. aufgebaute Archiv befindet sich derzeit in der Vorbereitung zur Digitalisierung. So werden die analogen Bildschätze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dazu gehören z. B. einzigartige Aufnahmen des Tierforschers und -filmers Horst Siewert von Elchen, Schwarzstörchen und Schreiadlern aus den 1930er-Jahren.

Für einen Besuch des Jagdschlosses mit seinen Ausstellungen sollte man etwa 2 Stunden einplanen. Das kleine Café in der Tourist-Information lädt zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein. Frühlingshafte Temperaturen und die ersten warmen Sonnenstrahlen lassen sich auf der Sonnenterasse im Schlosspark genießen. Ausgewählte regionale Produkte, Souvenirs, Literatur und Kartenmaterial hält die Tourist-Information ebenfalls bereit.

 

Jagdschloss Schorfheide mit Tourist-Information

Schloßstraße 7
16244 Schorfheide
Telefon: 033393 65272
E-Mail: jagdschloss(at)gemeinde-schorfheide.de
https://schorfheide-museum.de
 


Mit der RB27 ab Berlin-Karow bis Groß Schönebeck.

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NEB-Express
Februar/März 2018

Dies ist ein Tagestourentipp aus unserem Fahrgastmagazin NEB-Express - zu finden immer in der Heftmitte auf den Seiten 12-13.

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Jagdschloss Schorfheide
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Trausaal im Jagdschloss Schorfheide
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Fotos auf dieser Seite: Gemeinde Schorfheide | Jürgen Rocholl | Peggy Choucair | Corinna Schultheiß | NEB