Aktuelles Umfrage zur Auslastung von Bussen und Bahnen

Wie voll ist mein Zug? Das Forschungsprojekt SAFIRA will es herausfinden.

Der QR-Code führt zur SAFIRA-Projektwebsite.

Die meisten kennen das: Auch zu Randzeiten sind die Züge des öffentlichen Nahverkehrs manchmal voll, und gleichzeitig kann man auch im Berufsverkehr erstaunlich leere Züge erwischen. Wenn man das nur vorher wüsste!

Die Lösung: Die Fahrgastinformation kann per App weiterhelfen, indem sie Fahrgästen konkrete Informationen zur Auslastung von Bussen und Bahnen schon vor der Fahrt zur Verfügung stellt.

Doch was ist „voll“ oder „leer“? Dies empfindet jeder Mensch anders. Das Forschungsprojekt SAFIRA will genau das von den Nutzenden der öffentlichen Verkehrsmittel erfragen. Aufkleber in Bussen und Bahnen der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), BVG, S-Bahn Berlin und DB Regio Nordost helfen dabei (Bild). Bei der NEB werden drei Talent- und drei LINK-Fahrzeuge mit Aufklebern ausgestattet.

Über die Aufkleber können Fahrgäste während ihrer Fahrt die von ihnen wahrgenommene Auslastung angeben. Das geht ganz einfach über das Scannen eines QR-Codes und dauert weniger als eine Minute. Für die Befragung wird der QR-Code auf dem Aufkleber für jedes Fahrzeug individualisiert, um so die Befragungsdaten später dem richtigen Fahrzeug zuordnen zu können. Die erhobenen Daten der individuellen Auslastungswahrnehmung gleicht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) dann mit den objektiven Zähldaten aus dem Fahrzeug (Ein- und Ausstiege) ab.

An der über zwei Jahre laufenden Befragung kann man mehrmals teilnehmen, zum Beispiel, wenn man zu verschiedenen Tageszeiten unterwegs ist. Sogar mehrmals auf einer einzigen Fahrt ist die Teilnahme möglich und sinnvoll, wenn sich die Auslastung nach einigen Stationen ändert. Über die Uhrzeit der Befragung kann die individuelle Wahrnehmung der Befragten mit der tatsächlichen Auslastung am Standort des Zuges zum Befragungszeitpunkt abgeglichen werden. Dabei werden die Daten selbstverständlich anonym erhoben und verarbeitet – niemand gibt Informationen zu seinem persönlichen Fahrverhalten preis.

Wer also in Bus und Bahn auf einen der Aushänge stößt, hat die Möglichkeit, langfristig dazu beizutragen, die Vorhersage zur Auslastung zu verbessern – und damit zukünftig besser vor zu vollen Zügen gewarnt zu werden.

 

Dem Projekt SAFIRA gehören neben dem DLR auch der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), die Hacon Ingenieurgesellschaft und die BLIC GmbH an. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Infos und Neuigkeiten dazu gibt es hier: www.projekt-safira.eu

 


Foto auf dieser Seite: SAFIRA