Wege zum Traumberuf: Ausbildungsberufe bei der NEB

Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport (m/w/d)

Triebwagen und Schienennetze begeistern Dich ebenso wie uns? Dann kannst Du als Eisenbahner/in im Betriebsdienst bei der NEB Deine Interessen vertiefen und Verantwortung für Fahrgäste und Fahrzeuge übernehmen.

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) bringt täglich 16.500 Fahrgäste sicher an ihr Ziel. Der 19-jährige Theis wird bald dazu beitragen, die Fahrgäste gut von A nach B zu bringen. In Basdorf, einem Teil der Gemeinde Wandlitz, lernt der gebürtige Hohenschönhausener und angehende Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung „Lokführer und Transport“ in der dreijährigen dualen Ausbildung den Betrieb von der Pike auf kennen. Schritt für Schritt werden die Auszubildenden an das selbstständige Fahren herangeführt. Dazu gehören Kenntnisse der Triebwagen und Gleisanlagen, Kundenkommunikation – und natürlich Zug- und Rangierfahrten. Theis fühlt sich der Region Berlin-Brandenburg verbunden. „Bei der NEB kann ich nach Schichtende wieder zuhause sein und bin nicht in irgendeiner anderen Stadt. Das ist mir wichtig.“ Wobei ihm auch klar ist: Arbeit im Schichtdienst bringt es mit sich, dass er manchmal nicht dabei sein kann, wenn Freunde eine Party feiern. Während seiner Arbeitstage ist der 19-Jährige auf dem Zug unterwegs, in der Werkstatt, schnuppert auch mal in die Leitstelle oder in das Kundencenter rein. Theis übt auf den drei Triebwagentypen, die bei der NEB im Einsatz sind: dem Talent, dem Link und dem RegioShuttle (RS1). „Alles sehr cool“, sagt er zu seiner Ausbildung bisher. „Ich habe schon ein Gefühl für das Bremsen und Anfahren bekommen können. Im Simulator haben wir Sondersituationen geübt, wie Fahren bei extremem Wetter, oder wie man reagiert, wenn Gegenstände auf den Schienen liegen.“ Auf drei Wochen Praxistraining in Basdorf folgt in der Regel eine Woche Berufsschule in Berlin. Einzelne Lehrgänge, zum Beispiel zum Wagenprüfen oder Bremsprobenberechtigten, werden in Bitterfeld oder Dortmund bei der NEB-Muttergesellschaft Captrain unterrichtet. In der Berufsschule lernen die Azubis unter anderem über die Struktur der NEB und Arbeitssicherheit. Umweltschutz, „zum Beispiel wie man möglichst energiesparend fährt“, ist ebenfalls Thema, berichtet Theis. Andere Punkte auf dem Stundenplan sind die Bedienung des Zugfunks, Signale lernen sowie Training, wie man optimal mit den Fahrgästen kommuniziert. Theis fühlt sich durch das vielfältige Anforderungsspektrum angenehm herausgefordert. Langeweile komme nie auf, und zusammen mit den Kundenbetreuenden bilde man ein Team. Ein weiterer Pluspunkt: Ob angehende Triebfahrzeugführende, Mechatroniker oder Bürokaufleute, alle Azubis sehen sich regelmäßig bei bereichsübergreifenden Veranstaltungen. „Wir bei der NEB sind eine sympathische Truppe“, da seien sich alle einig, so Theis. Bei guten Leistungen bietet die NEB eine Übernahmegarantie, das war ein weiterer Faktor bei Theis‘ Entscheidung für seine Ausbildung. Denn eine Karriere bei der Eisenbahn sei immer seine erste Wahl gewesen. „Als kleiner Junge habe ich schon die durchdonnernden Züge am Bahnhof Hohenschönhausen bewundert.“ Jetzt frönt Theis nach Feierabend seinem Hobby, der Fotografie. Aber da sind Züge nicht das Motiv. Erstmal hat Theis seinen Abschluss fest im Blick und will Praxiserfahrung gewinnen. Danach stehen ihm Möglichkeiten zur Weiterqualifikation offen, zum Beispiel zum Disponenten oder zum Meister für Bahnverkehr. Ob er sich dafür bewirbt, will Theis später entscheiden. Erstmal freut er sich auf seinen Traumberuf Triebfahrzeugführer, der es ihm ermöglicht, täglich „Menschen in Bewegung zu bringen“. (Text: Annette Leyssner/NEB)

Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement

Die NEB bildet Kaufleute für Büromanagement aus. Zwischen der Theorie in der Berufsschule und der Praxis im Büro warten viele abwechslungsreiche Aufgaben und Einblicke in Leitstelle, Werkstatt und Fahrbetrieb.

In den Räumen der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) direkt am Bahnhof Friedrichstraße sitzt Vanessa vor dem Bildschirm und sichtet Rechnungen. Die 25-Jährige ist angehende Kauffrau für Büromanagement. Aktuell ist Vanessa im dritten Lehrjahr, momentan tätig in der Buchhaltung. Das letzte halbe Jahr ihrer Ausbildung wird sie sich mit den Immobilien der NEB beschäftigen. Egal, wo Vanessa grade lernt, zwei Tage in der Woche verbringt sie in der Berufsschule in Berlin-Lichtenberg. Dort wird sie unter anderem im Umgang mit Softwareprogrammen, Protokolleschreiben oder in der Planung von Veranstaltungen unterwiesen. „Ich hatte auch schon Einblicke in die Leitstelle und in die Werkstatt. Ein Tag auf einem Triebwagen steht auch noch an“, freut sich die 25-Jährige. Das sei das Positive bei einer Ausbildung in einem größeren Unternehmen – die NEB beschäftigt 320 Mitarbeitende – dass man in viele Bereiche hineinschnuppern kann. „Da ist nicht nur so der Tunnelblick auf die eigene Arbeit, man ist Teil des NEB-Teams“, sagt die junge Frau.

Um dorthin zu kommen, müssen Interessenten mindestens den mittleren Bildungsabschluss haben und einen Einstellungstest bestehen. Mathematik- und Logikaufgaben sind zu lösen und Allgemeinwissen wird abgefragt. „Aber es ist nicht schlimm, wenn man in einem Bereich nicht so gut abschneidet“, beruhigt Konstantin Rohde, Ausbilder für die kaufmännischen Azubis. „Passen wir zueinander?“ In diesem Punkt ein gutes Gefühl zu haben, sei in diesem mittelständischen Unternehmen ein wesentlicher Faktor bei Einstellungsentscheidungen.

Vanessa passt definitiv ins Team. Aktuell ist sie mit dem Posteingang beschäftigt. Da geht es nicht mehr wie früher darum, Post auf Schreibtische zu legen und zu kopieren. „Ich überfliege die eingehenden Rechnungen, mache einen Aufkleber mit einem Code darauf und scanne sie. Dann gibt es eine Software, in der ich die Rechnungen prüfe, archiviere und an die zuständigen Stellen weiterleite“, sagt Vanessa. Es habe sie positiv überrascht, dass von Papierberg-Wüsten weit und breit nichts zu sehen ist: Man hat eine Vielzahl an Dokumenten und Korrespondenz immer digital im Zugriff, ohne sich durch staubige Aktenkeller wühlen zu müssen. „Sehr digital läuft das, das gefällt mir!“, sagt die 25-Jährige. Die kaufmännischen Azubis arbeiten auch bereits selbstständig an Projekten. Aktuell soll für die Website der NEB eine Rubrik angelegt werden, in der Fahrgäste mit einem Klick Antworten auf Häufig gestellte Fragen (FAQ) finden. „Setzt euch mit dem Kundencenter in Verbindung – was sind häufige Fragen? Welche Fragen stellt ihr euch als Fahrgäste selbst? Wie würdet ihr das Layout der Seite aufbauen?“ Mit diesem Briefing wurden die Azubis in die Spur geschickt. Auch wenn die Projektarbeit erst inhaltlich geprüft werden muss, bevor sie auf die Website übernommen wird – eine gute Übung ist es allemal.

„Bei der NEB hat einfach alles gepasst“, begründet Vanessa zusammenfassend ihre Entscheidung für ihren Ausbildungsbetrieb. Besonders gefiel ihr die gute Kommunikation, „immer zügige Rückmeldungen in der Bewerbungsphase und jetzt offene Ohren für Fragen“. Monatlich gibt es ein Treffen der kaufmännischen Azubis mit ihrem Ausbilder, wo alle Wünsche und Fragen zur Sprache kommen können, lobt Vanessa. Kauffrau für Büromanagement, damit hat sie ihren Wunschberuf gefunden, ist sie sich sicher. (Text: Annette Leyssner/NEB)

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