Auf geheimen Pfaden zum Bahnhof Stechlinsee

Diese Wandertouren können Sie mit den NEB-Sonderzügen kombinieren:

Tour 1: Geheimnisvolle Moore

Anreise: 9.30 Uhr mit dem Bus der Linie 788 von Bhf. Rheinsberg (Mark) nach Kleinzerlang Kirche, Ankunft 9.51 Uhr
Rückfahrt: RB54 14.00 Uhr Bhf. Stechlinsee – Ankunft Bhf. Rheinsberg (Mark) 14.20 Uhr

Wanderung ca. 10 km ab Kleinzerlang zum Bahnhof Stechlinsee
Der Bus bringt Sie vom Rheinsberger Bahnhof nach Kleinzerlang. Hier lohnt ein Blick in die offene Dorfkirche. Die Dorfstraße führt zum Kleinen Pälitzsee mit schöner Badestelle. Laufen Sie am Ufer entlang und über die Brücke des Hüttenkanals Richtung Adamswalde. Folgen Sie nun der Markierung „grüner Strich“ durch den Wald zum Teufelsbruch, einem Feuchtgebiet mit Mooren und verlandeten Gewässern. Einst wurde das Gebiet mit Gräben entwässert, um es als Wiese zu nutzen. Förster haben es nun wieder vernässt. Heute ist es als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet geschützt. Adamswalde mit seiner Handvoll Häusern liegt versteckt im Wald. Der Weg führt Sie zur „Ablage“ am Großen Pälitzsee. Das ist eine freie Stelle des ansonsten bewaldeten Ufers, an der Sie auch baden können. Früher wurden hier Holzstämme gesammelt, zusammengebunden und im Frühjahr bis nach Berlin geflößt. Übrigens: Gehen Sie hier ins Wasser, sind Sie bereits in Mecklenburg-Vorpommern. Denn die Uferlinie ist die Grenze zwischen beiden Bundesländern.

Weiter führt Sie der Weg zum Debrodtsee. Zu Zeiten, als man noch Torf zum Heizen stach, wurde das Areal trockengelegt. Hören Sie die Frösche und Kröten? Heute ist es wieder ein Feuchtgebiet, in dem Amphibien leben und sich die Binsenschneide breit entfalten kann. Durch ein großes Waldgebiet gelangen Sie zur historischen Wegekreuzung Rheinsberg–Beerenbusch–Pelzkuhl–Strasen, einst eine wichtige Verbindung zwischen Brandenburg und Mecklenburg. Folgen Sie nun dem Stechliner Weg mit der Markierung „roter Strich“. Er führt zwischen Großem und Kleinem Krukowsee entlang zum Bahnhof Stechlinsee, wo der Zug der NEB schon wartet.

Tour 2: Klarwasserse(h)en

Wanderung ca. 11 km von Rheinsberg zum Bahnhof Stechlinsee
Von der Rheinsberger Schloßstraße geht die Paulshorster Straße ab, die Sie durch große Wälder zum Wittwesee bringt. Folgen Sie in Rheinsberg dem Ruppiner-Land-Rundwanderweg mit dem „blauen Punkt“. Sie kommen am ehemaligen Gut Paulshorst vorbei und queren die Gleise der RB54. Der Weg am Nordwestufer des Wittwesees bietet mehrere idyllische Badestellen. Der saubere See gilt übrigens als die „Badewanne“ der Rheinsberger. Kiefernwälder wechseln sich ab mit Misch- und Buchenwäldern. Die Luft riecht herrlich nach Nadeln, Moos und Pilzen. Wandern Sie weiter nach Feldgrieben, einem einstigen Vorwerk. Mitten im Wald kommen Sie an einem kleinen historischen Friedhof vorbei. Hier fand der Gutsbesitzer seine letzte Ruhestätte. Er lebte einst u.a. vom Verkauf von Grubenholz bis ins Ruhrgebiet. Folgen Sie an der nächsten Kreuzung dem „grünen Strich“ Richtung Norden. Wenig später bringt Sie der Stechliner Weg zum Bahnhof Stechlinsee. Die RB54 fährt um 14.00 Uhr nach Rheinsberg zurück.

Sie können die Tour auch umdrehen: Sie starten mit dem Zug um 13.25 Uhr in Rheinsberg, kommen um 13.45 Uhr am Bahnhof Stechlinsee an und laufen entspannt zurück.