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Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) unterzeichnet in Danzig den Kaufvertrag für neun Dieseltriebwagen vom Typ „LINK“

 

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) hat am 24. September 2013 auf der internationalen Messe für Schienenwesen TRAKO in Danzig den Kaufvertrag für neun neue Dieseltriebwagen des Typs „LINK“ unterzeichnet – für die NEB ein wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die Betriebsaufnahme der Strecken des Ostbrandenburgnetzes. Insgesamt handelt es sich um ein Investitionsvolumen von 27 Millionen Euro.

25.09.13

Beim Unterschreiben des Kaufvertrags: Herr Bröcker, Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn AG (links) und Herr Tomasz Zaboklicki, Generaldirektor von Pesa (rechts):

Die TRAKO in Danzig ist die größte Messe der Bahnindustrie in Polen und eine der größten in Mittel- und Osteuropa. Sie findet seit 1996 alle zwei Jahre statt. Über 400 Aussteller aus rund 17 Ländern präsentieren Ihre neuesten Produkte und Technologien aus den Bereichen Transportsysteme, Schieneninfrastruktur und Logistik. Im Rahmen dieser für die Bahnindustrie bedeutenden Fachmesse unterzeichnete die NEB am heutigen 24. September 2013 mit der polnischen Herstellerfirma PESA den Kaufvertrag für sieben zweiteilige und zwei dreiteilige Fahrzeuge des Typs „LINK“.

Die modernen, zweiteiligen dieselmechanischen Triebwagen verfügen über je 140 Sitzplätze, Stellplätze für zwei Elektrorollstühle bzw. Kinderwagen sowie 12 Fahrradstellplätze. Die beiden dreiteiligen Fahrzeuge bieten 200 Sitzplätze und haben ebenfalls Platz für zwei Elektrorollstühle, bieten jedoch 24 Fahrradstellplätze. Zwei umweltfreundliche MTU Dieselmotoren (Euro IIIB Norm) beschleunigen die Triebwagen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h. Darüber hinaus sind alle LINK-Triebwagen mit Videoüberwachung, leistungsfähiger Klimaanlage, behindertengerechtem WC und visuell-akustischen Informationssystemen für barrierefreies Reisen ausgestattet. Damit erfüllt der LINK alle Anforderungen für den heutigen, modernen Regionalbahnverkehr.

Mit dem Kauf der neuen Triebwagen des Typs „LINK“ erwirbt die NEB nach einer langen Pause erneut eigene Dieseltriebwagen, denn bereits Anfang der 1930-er Jahre kamen bis 1946 insgesamt fünf Triebwagen mit diesel-mechanischem Antrieb zur NEB. Die von NEB erworbenen Triebwagen zählten damals zu den modernsten Triebwagen die es gab. Der Verbleib der Fahrzeuge, die bis zur Übergabe an die Reichsbahn 1950 von der NEB betrieben wurden, ist teilweise bis heute unklar.

Zum Einsatz werden die neuen LINK-Triebwagen auf den von Berlin-Ostkreuz/Lichtenberg ausgehenden Strecken nach Templin, Werneuchen und Kostrzyn kommen. Ein großer Vorteil ist vor allem, dass die Fahrzeuge sowohl über eine deutsche als auch eine polnische Zulassung verfügen werden. Damit entsprechen sie den Vorgaben für den grenzüberschreitenden Verkehr von Deutschland nach Polen auf der Oderlandbahn (RB26) – der ehemaligen Ostbahn. Eine Weiterführung der Züge bis nach Gorzów ist damit technisch möglich.

Die NEB übernimmt ab Dezember 2014 für 10 Jahre die Verkehrsdienstleistung auf den Strecken von Los 1 (RB35, RB36, RB60, RB61, RB63). Ab Dezember 2015 folgt die Übernahme der Strecken von Los 2 (RB12, RB25, RB26, RB54). Auch hier läuft der Verkehrsvertrag bis Dezember 2024.

Seit Dezember 2005 und noch bis 2020 bietet die NEB SPNV-Leistungen auf der Strecke der Heidekrautbahn (RB27) an. Im Dezember 2006 übernahm die NEB auch den Betrieb auf der Oderlandbahn (RB26). Fahrgäste profitieren seitdem auf beiden Strecken von schnellen und zuverlässigen Verbindungen von Berlin ins Umland. Die bequeme Fahrt in modernen Zügen, freundliche Kundenbetreuer/-innen und das Angebot von frischem Kaffee und Mineralwasser an Bord der NEB-Züge sind maßgebend dafür, dass die NEB die ersten beiden Plätze in der aktuellen VBB-Kundenzufriedenheitsbefragung 2012 belegte.

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